Arad Dabiri über das Aufwachen in der Realität
Shownotes
Arad Dabiri ist mit „DRUCK!" für den Mülheimer Dramatikpreis 2026 nominiert. Elisabeth Luft hat ihn in Wien getroffen. Im Podcast erzählt der Autor, was den Mix aus historischer Verantwortung und persönlicher Familiengeschichte für ihn so interessant macht, wie er überhaupt zum Schreiben gekommen ist und welche Theaterwelt sich ihm gerade in Wien eröffnet.
Die 51. Mülheimer Theatertage finden vom 16.5. bis 6.6.2026 statt. Alle Informationen, Termine und Tickets unter: stuecke.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Lieber Arath, hallo!
00:00:01: Hallo.
00:00:02: Schön,
00:00:02: dass du da bist.
00:00:03: Ich freue mich auch.
00:00:05: Wir haben gerade den kleinen Odyssee hinter uns.
00:00:08: Wir waren eigentlich im Café Creme Held verabredet und Kaffee glaube ich wo du oft bist
00:00:14: Genau, genau.
00:00:15: Deswegen sorry für den Umweg!
00:00:17: Das ging doch dann nicht und jetzt sitzen wir draußen.
00:00:19: Wir konnten das Interview da nicht machen.
00:00:21: Wir hätten es anmelden müssen.
00:00:23: auch eine Sache die mir als Audio-Radio-Podcastjournalistin noch nicht so oft passiert ist aber finde ich voll spannend.
00:00:29: Und jetzt haben wir uns kurzer Hand um entschlossen sind im Vogelwaldpark So zweieinhalb Meter weiter und lustig ist wir hatten eigentlich sowieso überlegt hier hinzugehen?
00:00:38: Genau weil du ja gefragt hast es wäre am besten an Orte zu gehen die irgendwie für mich wichtig sind oder im Kontext mit dem Stück.
00:00:46: Und das Stück spielt in diesem Park und deswegen sind wir hier, das Wetter ist jetzt nicht das Beste.
00:00:52: Wir haben uns so ein bisschen eine windgeschützte Ecke gesucht.
00:00:54: Hoffentlich!
00:00:55: Das werden dann die Leute hören, ob es Wind...
00:00:58: Ja, wir haben eben auch gemerkt, dass die Osterferien vorbei sind.
00:01:00: Wir sind auf jeden Fall viele Kinder unterwegs.
00:01:02: Wir sitzen hier von einer Hecke geschützt, die zwar noch nicht ganz dicht ist weil's noch zu frühem Jahr ist aber es ist schon viel grün um uns und wir sind mitten in Wien Fünfzehntenbezirk, richtig?
00:01:15: Und dein Stück spielt auch hier auf einer der Bänke.
00:01:17: Hast du da so eine bestimmte Bank im Blick gehabt?
00:01:20: Nicht direkt aber eher keine von denen wo wir gerade sitzen sondern die vorne bei der Tischtennisplatte also diese einzelnen Bänken wo man dann so über den Park blicken kann.
00:01:31: Okay ja man hat hier auch den Blick auf so ne Veranstaltungshalle Konzerthalle Wo ich gesehen habe der Eurovision Song Contest.
00:01:37: Die Startzahl wird genau
00:01:39: Also ein richtig innerstädtischer Wiener
00:01:42: Park.
00:01:43: Ja, kann man sagen!
00:01:44: Nicht das Schönste aber es zählen die inneren Werte.
00:01:58: Herzlich willkommen zum Podcast mit den Autorinnen und Autoren der besten neuen Theaterstücke, die nominiert sind für den Mühlheimer Dramatikpreis oder für den Müllheimer Kinderstückpreis-Zweißtausendsechsundzwanzig.
00:02:11: Diesmal ein Gespräch mit Arad d'Abiri – er ist für den Münlheimer Dramaticpreis Zweißdausendzechsund zwanzig nominierte und zwar mit seinem Text Druck.
00:02:21: Mein Name ist Elisabeth Luft, ich bin Hörfunk-Journalistin und ich habe Aratt Dabiri in Wien getroffen.
00:02:27: Wir haben darüber gesprochen was den Mix aus historischer Verantwortung und persönlicher Familiengeschichte für ihn als Auto so interessant macht wie er überhaupt zum Schreiben gekommen ist und was für eine Theaterwelt sich in Wyn aktuell vor ihm auftut.
00:02:42: Viel Spaß beim Zuhören!
00:02:49: Dein Stück Druck, das spielt in Wien.
00:02:53: Also gerade erst vor ganz kurzer Zeit eigentlich.
00:02:55: Es gibt fünf Figuren und es gibt eine Hauptfigur würde ich sagen.
00:02:59: Sie tritt zwar selbst nie auf aber um sie dreht sich alles.
00:03:03: Wir wissen nur dass es ein junger Mann ist dessen Familie aus Tehran kommt.
00:03:08: Er selbst ist aber in Wienie geboren Und kennt Iran nur von Besuchenden in den Ferien bei der Familie.
00:03:14: Jetzt ist er vielleicht so Anfang zwanzig habe ich mir gedacht Jedenfalls späte Jugend, junges Erwachsensein.
00:03:21: Ein offenes Feld?
00:03:22: Anfang bis Ende zwanzig.
00:03:23: Und wird in Wien einer Straftat beschuldigt und muss vielleicht ins Gefängnis.
00:03:28: Erzähl mir mehr von deinen Figuren.
00:03:30: wie gehen seinen Bruder, seine Schwester und seine drei Freunde mit dieser Situation um ...
00:03:36: Sehr unterschiedlich!
00:03:38: Also es gibt die drei Jungs auf der Parkbank.
00:03:39: Die haben halt ein bisschen mal die Überforderung am Anfang, die dann umschlägt im Wut auf andere und wir haben eh keine Chance.
00:03:47: Immer wieder mit kleinen Momenten, wo sie sich hinterfragen, ob das so richtig ist.
00:03:51: Aber grundsätzlich regen Sie sich da rein als Gruppe und Einheit auch so.
00:03:55: Die Schwester Shirin ist im kompletten Gegenteil gegen Argument quasi ... Und es zagt halt so selber Schuld.
00:04:03: Wir sind alle gleich.
00:04:05: Egal, ob unsere Familien, Migrationsgeschichte
00:04:08: ... Genau, wir leben gut!
00:04:10: Und Hassan der Bruder quasi, der vorkommt?
00:04:14: Der ist immer irgendwo dazwischen.
00:04:16: Und macht einerseits die Sachen, die gut sind für seine Zukunft quasi aber ist irgendwie auch resigniert und steht immer irgendwo da zwischen und kommuniziert dann noch mit dem Bruder so quasi der nicht vorkommt.
00:04:28: das war jetzt kompliziert.
00:04:29: wenn man den Text nicht gelesen hat habe ich es in ergeben.
00:04:33: Mich interessiert voll dein Blick darauf.
00:04:35: Deswegen ist es schön, abgesehen davon kann man das Stück ja auch sehen in Mühlheim.
00:04:39: Ja, stimmt.
00:04:39: Es ist eine schöne Vorbereitung und man kann sich dann sein eigenes
00:04:42: Bild machen.
00:04:43: die fünf du hast das schon so ein bisschen einklingen lassen haben durch ihre eigenen Perspektiven auch ihrer eigene Sicht auf die Dinge und ihre unterschiedlichen Erklärungen dafür warum er an diese Lage geraten ist.
00:04:55: aber was ich beim lesen gedacht habe ist sie alle vereint Das Gefühl, als würden sie feststecken in so einer sehr komplizierten Gemengelage irgendwo zwischen Gegenwart und Vergangenheit.
00:05:08: Es geht um historische Verantwortung, um die Aufarbeitung von Nationalsozialismus, Kolonialismus auch um die Gewalt, die der Islam bisweilen hervorbringt.
00:05:17: es geht um Rechtspopulismus in Österreich und um die politischen Situationen Iran also alles was ihre Lebensrealität politisch und gesellschaftlich eigentlich prägt.
00:05:29: Und es geht auch um Familie natürlich und irgendwie die eigenen Wünsche und Vorstellungen vom Leben.
00:05:34: Was macht dieses Durcheinander für dich so interessant?
00:05:37: Und was macht das mit deinen Figuren?
00:05:40: Eine Figur sagt ja, wir sind immer irgendwo dazwischen sinngemäß... ...und ich glaube, dass ist so dieser Ausdruck davon, dass es halt auch ein bisschen so angelegt ist, dass die Figuren alle unterschiedliche Stimmen halt sind eines Geistes, eines Kopfes, also die drei Jungs auf der Parkbank zählen als eine Stimme dann quasi Erschirien und Hassern auch.
00:05:59: Und Hassern ist dann quasi ein bisschen das Zwischending, aber trotzdem geht es doch darum, dass keine von diesen Stimmen alleine gesund sind in einem Kopf so.
00:06:09: Dementsprechend zeigt sich immer dazwischen dieses wirrige Gefühl halt, dass all diese Stimmen gleichzeitig in einem Kopf standfinden.
00:06:17: Und auch wirken?
00:06:17: Ja!
00:06:18: Und
00:06:18: einen Tag wachst du so auf oder denkst das und einmal so ... Und darum geht es halt quasi, dass die alle einfach sehr anstrengend sind.
00:06:26: Ja auch viele Dinge noch alles spielen mit denen man selber eigentlich nie was zu tun gehabt hat ne?
00:06:30: Also Stichwort Nationalsozialismus oder Kolonialismus.
00:06:33: aber trotzdem wirkt das halt auch in ihre Gegenwart
00:06:37: und das vor dem Hintergrund ist halt dann Österreich ist weil es schon nochmal etwas anderes ist.
00:06:43: In Österreich würde ich sagen so geschichtlich und alles Man scheißt sich ja heute irgendwie so an, dass die AfD und alles so was passiert mit der Regierung.
00:06:52: Also wie gesagt in Österreich gab es das von genau das vor zwanzig Jahren, wovor man Angst hat.
00:06:58: Grundsätzlich dieser Partei also die FPÖ ist fünfundfünfzig gegründet worden.
00:07:04: Allein dieser Punkt zeigt das schon und da sind die die heute dreißig Prozent kriegen.
00:07:09: und wäre nicht ein größer wahnsinniger kleiner Depp Ich will ja nicht größer schimpfen, aber einfach so ein Unmensch.
00:07:17: Dann hätten wir auch einen Bundeskanzler ohne jetzt so geschichtlich abdriften ... Aber das ist halt in dem Land, wo man aufwächst.
00:07:25: Das sind die Sachen, die man erst später merkt.
00:07:27: Vielleicht erst als ich in dem Alter war quasi Anfang zwanzig wie manche der Figuren?
00:07:31: Das schreibst du ja auch.
00:07:33: Wir haben das sozusagen nie richtig einordnen und verstehen können.
00:07:36: Und jetzt wachen wir auf und stellen fest, in welche Situation wir leben.
00:07:40: Ja,
00:07:41: das hab' ich auch jeden Tag so... So, dass ich mir denke ja was reg' ich mich auf.
00:07:47: Ich bezahl meine Miete hier in der tollsten Stadt durch Textarbeit quasi also das ist nicht überall möglich und gleich dadurch dann so wieder so Ja okay aber was für implizite Mechanismen habe ich so, dass sich halt an Leuten beweisen will?
00:08:03: Ich kann Deutsch sprechen wenn sie mit mir alleine in der U-Bahn sitzen.
00:08:06: Weißt du so dumme Sachen wo ich mich dann ärger am nächsten Moment warum ich das hab?
00:08:12: Irgendwie war es urlanger Teil der Normalität.
00:08:15: Und jetzt fällt's mir auf so...
00:08:17: Diese Suche und auch dieses Umgehen damit, das ist natürlich ein sehr großer Bestandteil des Textes.
00:08:24: was ich aber auch daraus gelesen habe vor allem bei Shirin aber eigentlich auch bei bisweilen den anderen Figuren Ist eine krasse Härte.
00:08:33: Es gibt so ne Zeile Ich weiß auch nicht, wer es gesagt hat.
00:08:37: Aber es gibt eine Zeile ... Ich hab keinen Mitleid mit mir selber, wozu?
00:08:40: auch die Karten sind verteilt.
00:08:43: Woraus ja auch... Also einerseits diese Härte spricht und andererseits natürlich auch so ein Sich der Situation einfach ergeben wollen, weil das Kraft kostet sich ihr zu widersetzen.
00:08:54: Machtlosigkeit spielt eine Rolle natürlich.
00:08:56: Diese Härte sich selbst gegenüber sich immer anzustrengen, was auszuhalten entweder sich den Situation zu stellen, ob man grad Bock hat oder Energie hat oder nicht egal.
00:09:07: Oder auch sich rauszuziehen ist ja eine kräftezehrende Sache.
00:09:11: bisweil zu sagen ich geh da jetzt raus bewusst also aushalten stark bleiben sich nicht klein kriegen lassen um jeden preis und das obwohl ja auch Sehnsüchte da sind und irgendwie träume halt fürs eigen Leben macht diese Härte für dich so interessant?
00:09:29: Also Auch hier im Worst Case klingt das jetzt so gedankenlos, aber es ist einfach da.
00:09:39: Also ich habe mir keine Gedanken gemacht wie hart ich das schreibe, sondern habe die Figuren sprechen lassen miteinander und dann gemerkt, okay ist schon stellenweise härter und dann wieder sanfter und so.
00:09:49: Ich glaube dass sich auch manchmal noch mal der Punkt so hart sein müssen um ihre Punkte klar zu machen gegenseitig.
00:09:58: Wenn man auch so an sein eigenes Umfeld denkt, Freunde, Bekannte, Kollege in anderen Familien.
00:10:06: Diese Diskussion die vor allem Hassan und Chirin führen, gibt ja so oder so ähnlich in ganz vielen Familien.
00:10:14: Es geht irgendwie um Fragen von Zugehörigkeit, Anpassung, Heimat, Traditionen, Diskriminierung, Möglichkeiten auch oder Unmöglichkeiten.
00:10:24: Kennst du solche Diskussionen aus deinem Umfeld?
00:10:27: Ja.
00:10:28: Ich glaub, das kam auch einfach aus einem ganz tiefsten Punkt von einem selber unbewusst so ... Man hat sich vielleicht dahin oder an Freundinnen und deren Eltern und alles irgendwie vereint als Gefühl und dann halt einen solchen Gespräch nachgebildet.
00:10:44: Eigentlich hab ich aus meinem Gefühl heraus quasi in den Text geschrieben.
00:10:47: Aber super viele Leute fühlen das auch.
00:10:50: Einnüchternd?
00:10:51: Ja!
00:10:52: Auch irgendwie immer ... Naja...
00:10:55: Ja, ich glaube es hat auch Was damit zu tun, dass ... einfach weil wir auch noch mal eine Generation weiter sind als unsere Eltern.
00:11:02: Dass vielleicht die Sprechfähigkeit über die Dinge größer geworden ist?
00:11:07: Aber ja, gab es einen ganz konkreten Auslöser dafür, dass du dich damit beschäftigt hast oder war das was, was du schon länger vorher hattest?
00:11:16: Also, das Ding ist ich bin so ... aber in gewisser Zeit bin quasi reingesleidet rein gerutscht in die Sachen Also ohne auch irgendwie so ein Handwerk oder irgendwas gelernt zu haben, in die Richtungen davor.
00:11:29: Und ich war dann eben in diesem Drama Lab von den Wiener Wortschätten.
00:11:32: Das ist so ein Programm, geht man eh so Text-Werkstätte
00:11:37: etc.,
00:11:37: und Förderungsprogramm.
00:11:38: Ich habe das gesehen und da muss man sich natürlich bewerben für einen Jahrgang.
00:11:42: Dann hab' ich gedacht es mache jetzt!
00:11:45: Habe da noch so ein Museumticket verkauft und so.
00:11:47: Hab's von dort dann irgendwie so gemacht... Und da muss man natürlich irgendwie auch ein Exposé schreiben oder so und Textprobe.
00:11:55: Aber ich hatte halt nichts, also hab' ich einfach gedacht zu Bas, worum könnt's gehen?
00:11:59: Ja... Ein namenloser Typ geht ins Gefängnis.
00:12:04: was machen die Leute draußen?
00:12:07: Das war dann irgendwie so ein dreiviertel Jahr oder so wo man hin und her eben auch mit den Wortschätten.
00:12:11: Ich möchte den Props geben weil das war einfach so... ich hatte keine Ahnung oder so.
00:12:15: Man hat aber Leute mit denen man über Text reden konnte.
00:12:19: Deswegen war das sehr schön.
00:12:21: Genau!
00:12:22: Ja, es ist ja unglaublich fein geworden und super viele verschiedene Strenge und Perspektiven und einfach auch super voll also dicht und wunderbar zu lesen.
00:12:32: Also man merkt dass da sehr viel drin steckt.
00:12:35: Dankeschön.
00:12:36: Du hast es gerade schon so ein bisschen anklicken lassen, dass du nicht so einen Plan hattest, so und so.
00:12:41: undso mache ich das jetzt?
00:12:42: Druck war dein... Debü als Theaterautor.
00:12:47: Du bist dann auch gleich ausgezeichnet worden für den Text unter anderem von der Kritikerinnen-Umfrage, vom Theater heute zum Nachwuchsauto des Jahres, im Jahr zwölfundzwanzig gewählt.
00:12:56: Mit deinem Debüroman war es kurz vorher ähnlich.
00:12:59: Läuft bei dir also irgendwie mit dem
00:13:01: schreiben?
00:13:02: Das weiß ich nicht!
00:13:02: Aber wirklich kann sagen das war alles am selben Zeitpunkt quasi.
00:13:06: Also ich habe beides gleichzeitig so probiert.
00:13:09: Zum ersten Mal und bin so reingerutscht...
00:13:11: Es klingt jetzt ein bisschen so Als wär das wirklich so per Existent passiert?
00:13:16: Und du hättest es einfach mal versucht, oder war's doch irgendwie immer dein Plan, Autor zu werden, Schriftsteller zu werden und deinen Geld damit zu verdienen.
00:13:26: Ohne ins Detail dazu gehen oder so ... Also, es war schon nicht bei Existent in Anführungszeichen, sondern halt an dem gewissen Punkt hab ich einfach sehr viele Sachen geändert und gesagt, ich versuch das.
00:13:39: Man hat dann halt angefangen zu schreiben.
00:13:41: Also dann eben zuerst das erste Buch.
00:13:45: Dann durch dieses Programm nebenbei quasi in die Dramatik auch gekommen und ... Es war nicht bei Accident, sondern es war schon so Last-Exit mehr als Accel.
00:13:55: Okay Rücken an der Wand jetzt probiere ich das neuen Weg!
00:13:58: Das kam halt sehr schnell.
00:13:59: positive Signale dass das der richtige Weg ist was wirklich nicht so selbstverständlich ist.
00:14:06: Also richtig crazy ja.
00:14:09: Der Roman war zu erster, dann kam Druck.
00:14:12: Du hast dich da beworben für die Wortstätten.
00:14:15: War das irgendwie klar für dich, der logische nächste Schritt dann auch für die Bühne zu schreiben?
00:14:20: Nein!
00:14:21: Ich habe gedacht ich nehme das Programm als Anlass und es zu probieren wie das wird.
00:14:25: Ehrlichweise gab's auch Kohle so, das ist natürlich auch ein Punkt.
00:14:28: Ich hab da wie gesagt allzu der ganze Zeit noch gearbeitet nebenbei Und ... Das Stück war eben dieses Ding mit diesem Programm von den Wortstädten.
00:14:37: Aber als ich dann das geschrieben habe, bin ich mir halt schockverliebt und gesagt, das will ich auch nicht mehr missen.
00:14:43: Und es hat halt noch mal so schön eben alles so Sachen geöffnet.
00:14:47: also dass du die Möglichkeit hast über die eine Sache so in dem Rahmen zu erzählen in einem Stück und die andere ist dann vielleicht eher ein längerer Text.
00:14:55: Und sodass man immer damit spielen kann so... Das ist nur das Geschenk, dass man so beides schreiben kann.
00:15:00: Ich bin happy, dass das das erste Stück ist.
00:15:02: Du hast ja seitdem weitere Theatertexte geschrieben?
00:15:05: Auch einen weiteren Roman.
00:15:06: wo bist du gerade
00:15:07: dran?
00:15:08: Also das nächste ist ein Schreibauftrag.
00:15:11: Ein Auftrittsstück, was ich für's Casino am Schwarzenbergplatz schreibe vom Burgtheater.
00:15:17: Die Raumgröße ist quasi eh so wie bisher nicht das kleinste.
00:15:21: Egal, das sind alles unnötige Details aber...
00:15:23: Aber verspannend!
00:15:23: Das ist halt das, was für dich wichtig ist.
00:15:25: Ja,
00:15:26: es ist voll der Step rein direkt.
00:15:28: Das ist auch ein tolles Theaterpflaster, aber auch ein hartes, um in die großen Maschinerien noch reinzukommen Und wir haben tolle freie Szene, tolle Staatlichen.
00:15:39: Alles toll!
00:15:40: Aber halt uhrhaar zu werden.
00:15:42: So jung in dieses große Theater und Fuß rein ist schon eine Aufgabe... Im besten Fall wenn dieser Podcast rauskommt habe ich das Ding abgegeben.
00:15:51: Das heißt Puls.
00:15:53: Magst du zwei Stichworte sagen worum es geht?
00:15:56: Nicht um Identität?
00:15:57: Nicht Um Identität aber im anderen Sinne vielleicht.
00:16:00: Um Kids Boys Men, um Väter und Vaters Väter in meinen Kreislauf oder Kreisläufe, die geschlossen bleiben oder durchbrochen werden.
00:16:11: So würde ich es mal zusammenfassen um immer noch ein bisschen kryptisch
00:16:14: zu bleiben.
00:16:15: Das heißt Uraufführung noch diese Saison?
00:16:19: Anfang Oktober.
00:16:20: Ah
00:16:20: dann nächste Spielzeitkreise zu beginnen.
00:16:21: Ach so
00:16:21: nicht dieses Jahr, sorry!
00:16:22: Ich dachte dieses Jahr sagst du äh genau, das ist die Eröffnung vom Casino im Herbst.
00:16:26: Wow ja Glückwunsch.
00:16:28: Dankeschön, ich freue mich.
00:16:30: Ich bin entspannt wollte ich sagen.
00:16:31: ich bin gerade jetzt entspannt Und schauen wir mal, wenn was abgegeben ist.
00:16:35: Ob ich dann wieder entspannt bin oder so?
00:16:37: Okay und was jetzt als nächstes?
00:16:39: Das fragt man sich wahrscheinlich sehr oft.
00:16:41: Weißt du denn schon, ob du nach Mühlheim kommst?
00:16:44: Ja, ich komme an dem Wochenende, wo das Stück zweimal läuft.
00:16:47: Mit was für einem Gefühl fährst du hin?
00:16:49: Hast du da schon eine Meinung zu?
00:16:51: Keine Ahnung!
00:16:52: Ich bin urheblich.
00:16:53: Ich war ja in Heidelberg damals.
00:16:54: Es sind zehn Tage.
00:16:55: Da war ich am Stück dort.
00:16:56: Das war ein absoluter Fiebertraum.
00:16:58: Dann glaube ich, komme ich einfach mit einer super Freude.
00:17:02: Ich seh das Stück ehrlicherweise, diese Inszenierung zum ersten Mal wie der Sette-Urführung.
00:17:06: Das sind dann eineinhalb Jahre fast.
00:17:08: Cool!
00:17:09: Und damals weißt du was meine erste Urführung ist?
00:17:11: Du kannst dich fragen, wie es mir da ging... Da ist mein Herz in die Hose rutscht, wenn er nicht da drin saß.
00:17:18: Deswegen freue ich mich auch einfach, dass zu sehen.
00:17:20: Vielleicht hast du dich eigentlich auf ganz viele andere Dinge anstatt auf die Inszenierungen konzentriert.
00:17:25: Wie das Publikum reagiert.
00:17:28: Theatergefühle.
00:17:28: Ich weiß wirklich nicht, das war so ein Rausch-Gefühl quasi, dass ich einfach nur so überlebt hab.
00:17:34: Ich habe sehr genossen während es ... Das weiß ich noch!
00:17:36: Aber es wird vermutlich anders werden diesmal?
00:17:38: Es wird hoffentlich entspannter und ich kann's mir wirklich in Ruhe anschauen.
00:17:41: Und ich freue mich sehr darauf jetzt einfach noch mit uns die Leute zu sehen, das Team und wer auch immer noch so kommt.
00:17:47: also ich glaube ich komme da einfach mit Freude und Bock.
00:17:50: Dann sehen wir uns da.
00:17:51: Perfekt.
00:17:52: Ich wünsch dir eine richtig schöne Zeit in Wien.
00:17:54: bis dahin viel Glück für Puls.
00:17:56: Dankeschön
00:17:58: Genießt die Woche, habt eine gute Zeit.
00:17:59: Danke für das sehr schöne Gespräch, Arath!
00:18:02: Ebenso und danke, dass du noch wie angekommen bist nächstes Mal mit besserem Wetter.
00:18:05: Es ist aber okayisch Aber es ist nicht wunderschönes Wetter.
00:18:08: Nächstes mal mit Sonnenschein.
00:18:10: Ich nehme Wien Mit jedem Wetter.
00:18:11: Ja Das ist ein guter Schlusssatz.
00:18:14: Mach's ganz gut.
00:18:15: Ich freu mich auf bald.
00:18:16: Bis bald Ciao.
00:18:23: Das war ein Gespräch mit Arad Dabiri, nominiert für den Mühlheimer Dramatikpreis.
00:18:29: Ich freue mich wenn Sie wieder einschalten denn in den anderen Folgen dieses Podcasts nehme ich sie mit zu den weiteren Autorinnen und Autoren die mit ihren Texten – den besten der Saison – zu den Einenfünfzigsten Müllheimer Theatertagen eingeladen sind!
00:18:44: Bis dahin.
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